Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen 2017 (deutsch)
2.
CMR-Übereinkommen
Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (deutsch)
3.
GDP (Good Distribution Practice)
Gute Vertriebspraxis (Pharmalogistik)
4.
HACCP-Konzept
Lebensmittelhygiene & -sicherheit
5.
IFS Food Logistics
Lebensmittelhygiene & -sicherheit
FAQ
Frage & Antwort
Die wichtigsten Zertifikate und Standards für Cargo- und Logistikunternehmen in Deutschland
1. Was sind die ADSp 2017 und warum nutzen sie fast alle Speditionen?
Die ADSp 2017 sind die branchenweit empfohlenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Speditionsverträge in Deutschland (von DSLV, BGL, HDE usw. gemeinsam erstellt). Sie regeln Haftung, Pflichten und Abläufe einheitlich – über 90 % der Speditionen verwenden sie, weil sie klare, ausgewogene Regeln bieten und die Haftung stark begrenzen (z. B. max. 2 SZR/kg national statt unbegrenzt nach HGB).
2. Wann gilt das CMR-Übereinkommen und was ist die wichtigste Regel darin?
Das CMR gilt bei internationalem Straßengütertransport (Übernahme- und Ablieferort in zwei verschiedenen Vertragsstaaten, mindestens einer ist CMR-Mitglied – fast ganz Europa + einige andere). Die wichtigste Regel: Der Frachtführer haftet verschuldensunabhängig für Verlust/Beschädigung/Verspätung, aber begrenzt auf 8,33 SZR pro kg Bruttogewicht (ca. 10–12 €/kg je Kurs) – außer bei grobem Verschulden.
3. Für wen ist GDP zwingend vorgeschrieben?
Für jeden, der Arzneimittel (Humanarzneimittel) transportiert oder lagert – EU-weit Pflicht, ohne GDP keine Pharma-Kunden mehr möglich.
4. Was ist das HACCP-Konzept und wofür steht es?
HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist ein vorbeugendes Risikomanagementsystem zur Vermeidung von Gefahren in der Lebensmittelkette. Es ist EU-weit gesetzlich vorgeschrieben (Verordnung (EG) Nr. 852/2004) und dient der Sicherstellung von Lebensmittelhygiene und -sicherheit durch Identifikation, Bewertung und Kontrolle kritischer Punkte.
5. Was ist IFS Food Logistics und wann wird es gefordert?
IFS Logistics ist ein internationaler Zertifizierungsstandard für Logistikunternehmen (Transport, Lagerung, Umschlag) von Lebensmitteln und Non-Food. Er baut auf HACCP auf und fordert zusätzlich Qualitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit, Lieferkettensicherheit und Kundenspezifikationen. Er wird fast immer von großen LEH-Ketten (Lebensmitteleinzelhandel) und Markenherstellern verlangt.